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Seven years bad luck

Weitere Titel: Sieben Jahre Pech (D, Ö)/ Sept ans de malheur (F) - Regie: Max Linder - Szenario: Max Linder - Kamera: Charles J. Van Enger - Länge: 1448m(/55 to 68 min.) - s/w - Interpreten: Max Linder; Thelma Percy; Alta Allen; Betty Peterson; Lola Gonzales; Harry Mann; Ward Chance; Ralph McCullough; Hugh Saxon; Cap Anderson; F.B. Crayne; Joe Martin - Produzent: Max Linder - Vertrieb: Robertson-Cole Distributing Corp. - Drehzeit: ab 15.6.1920 - © 6.2.1921 – Auff.: 19. Februar 1921 (Chicago/State-Lake) — Weitere Auff.: 25.11.21 (Paris/Cinéma Demours); 10.11.22 (Wien/Rotenturm-Kino); 28.2.24  (Berlin/Marmorhaus]

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Max Linder - lieber Himmel, das gibt's wirklich noch, das wandelt wirklich noch leibhaftig unter uns, diese ganz ferne Erinnerung aus Knabenjahren, aus der richtigen, guten, alten Kintoppzeit mit Bier und Zigarettenrauch! Träte heute ein Mann ins Bureau und stellte sich vor: "Gestatten, mein Name ist Chingagkook, der letzte Mohikaner" ... ich wäre nicht mehr überrascht. Man sieht solchen Revenants aus Knabenjahren mit gemischten Gefühlen entgegen ... Wird man noch lachen können? Ist man schon zu alt dazu? Ist  e r  schon zu alt dazu? ... solche Wiedersehensfreuden duften oft bedenklich nach einem "Memento mori". Diese nicht. Mäxchen ist frisch, jung, vif, blitzsauber, wie aus dem Ei gepellt ... man atmet erleichtert auf. Er spielt ... Kinder 's ist ja ganz egal. Er spielt eben, wie er immer gespielt hat. Er ist ja im Grunde ein Varietékünstler, kein Schauspieler. Aber man lacht, man lacht ... als ob wir noch 1905 zählten. Mäxchen zerschlägt, unter tausend Verwicklungen, einen großen Wandspiegel. Nun wird er also sieben Jahre Pech haben. Er hat Pech ... aber nur eine ganz kurze Zeit. Dann hat er sieben Jahre Glück: Alta Allen, die süßeste Blondine, die je eine Filmleinwand geschmückt hat, wird seine Frau. Und bekommt sieben kleine Mäxchens, einer immer kleiner als der andere, und sieben kleine Hündchen, und das kleinste Mäxchen ist kleiner als das kleinste Hündchen, und alles purzelt und kobolzt in seiner Familienmenagerie durcheinander wie im goldenen Zeitalter ... Aber vorher, wie's ihm schäbig ging, da waren die Menschen so bös zu ihm, so bös, daß noch ein Käfig voller Löwen ihm ein akzeptables Quartier dünkte - nur, um vor der Menschenbestie geborgen zu sein. Aber auch die Tiere werden böse - wenn sie zu klug werden, wenn sie in Berührung mit Menschen kommen und die Menschen nachahmen. Ein Affe, der's einem Konstabler abgeguckt hat, verhaftet ihn schließlich. Ist das deine Lebensphilosophie, Max? Eine sehr bittere Philosophie ... Knud Frederick hat den ausgezeichnet photographierten Film geschickt für Deutschland zurechtgeschnitten. Nur in der Mitte ging's ein bißchen verworren durcheinander ... läßt sich sicher noch nachkorrigieren. w.h.[=Willy Haas] (Film-Kurier, 29.2.1924)

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His five-reel production marks his re-entry into the film world, and to his credit he brings to the screen a number of comedy stunts which keep the audience "in stitches" from the opening round of the film until the hilarious finish. Oh, the woe that a broken mirror brings into the life of one man! The jinx follows Max after he throws a shoe through a cheval mirror. Immediately he is beset by all the goblins, hoodoos and other mediums through which bad luck is wont to make a demonstration. Linder wrote and directed the story himself. The picture is a "dressy" one, and the elimination of slapstick comedy in any form has helped this film immeasurably. All of the fun is clean and worked out cleverly, and everything from a railroad station to a zoo is introduced. (The Los Angeles Times, 12.6.1921)

 

 

 

Eine Kopie des Films wird verwahrt in: Archives du Film du CNC (Bois d'Arcy), Cinémathèque Royale (Bruxelles), Cinemateca do Museu de Arte Moderna (Rio de Janeiro), Cineteca del Friuli (Gemona), George Eastman House (Rochester), Filmmuseum (Amsterdam), UCLA Film and Television Archive (Los Angeles) Der Film wurde veröffentlicht auf DVD "Laugh with Max Linder" (-"-, 1:01:52) Ein Ausschnitt des Films ist enthalten in: En compagnie de Max Linder (Dokumentation, 1963) (ca. 38:00); L'homme au chapeau de soie (Dokumentation, 1983); Le Temps de Max (TV-Dokumentation, 2000)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Filmbeschreibungen/Kritiken:

 

Mit diesem nicht mehr ganz frischen Film wird Max Linder wieder bei uns eingeführt, der zehn Jahre nicht auf der deutschen Leinwand zu sehen war, die er ehedem mit allen seinen Lustspielen beherrscht hatte, Diese Tage scheinen für immer vorbei zu sein, denn er hat sich in den zehn Jahren nicht geändert und ist weder in der Dreh- noch in der Manuskripttechnik mit der Zeit fortgeschritten. In der fünfaktigen Groteskkomödie "Sieben Jahre Pech" ist er, wie in allen seinen Stücken, der liebenswürdige Schwerenöter, der durch seinen Leichtsinn in die unglaublichsten Situationen gerät, aus denen er sich mit artistischer Gewandtheit zu ziehen weiß. Er hat für dieses Stück nahezu sämtliche Tricks vereinigt, die in einem Lichtspiel möglich sind, von Dänen, Amerikanern, vor allem aber von dem Parterreakrobaten des Varietés viel gelernt, so daß er das Kunststück fertigbringt, die fünf Akte hindurch auch nicht einen einzigen Augenblick ruhig zu sitzen. Einen Sinn darf man in den Vorgängen natürlich ebensowenig suchen wie bei Chaplin; der letzte erscheint sogar tiefer. Linder erinnert in mehr als einer Beziehung an Chaplin: Er ist die elegante Ausgabe des Komikers, der Dandy unter ihnen, der Sinn für Bügelfalte bekundet und seinen Krawatten mehr Aufmerksamkeit schenkt, als das im Film der Komiker Chaplin tut. Aber durch dieses Verneinen der landläufigen Eleganz wirkt Chaplin echter, wenn Linders kostümliches Beispiel auch eine erzieherische Tendenz in sich trägt. Vor zehn Jahren galt er allen Besuchern des Kinos als unerreichbares Vorbild an Eleganz. Vielleicht erobert er sich diesen Platz wieder. Unter seinen Mitwirkenden, Franco-Amerikanern, kam niemand über die landläufige Mittelmäßigkeit hinweg. Aber die Nebenrollen sind in fast allen Filmlustspielen mäßig besetzt um den Star nicht zu erdrücken. Ob freilich der Starfilm nicht etwas veraltet ist, sei nur nebenbei gefragt. Veraltet ist unter allen Umständen die Art, einen dünnen Einfall über fünf Akte auszuspinnen: Kräftige Schnitte würden die amüsanten Partien, an denen dieser Film reich ist, stärker hervortreten lassen und so eine Folge fröhlicher Ereignisse geben, die dem Publikum eine genußreiche Stunde bereiteten. Seien wir uns darüber klar: das Lustspiel im alten Stile ist für den heutigen Kinobesucher lediglich Beiprogramm, und das Marmorhaus ließ stilgerecht ein Drama daneben abrollen, über das noch gesprochen werden soll: Es ist ein Irrtum, wenn jeden Schauspieler der Ehrgeiz packt, sich nur noch abendfüllend betätigen zu wollen. Gerade das Beiprogramm verträgt eine Stärkung - verträgt, nicht nur mit einem Star besetzt zu sein. (Der Kinematograph Nr.889, 2.3.1924)

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A clean and enjoyable comedy, produced in America, with an American supporting cast. The situation showing the hero , while in the verminfested jail, scratching the back of a tough, is not refined; but it will get by on account of the other good qualities. Mr. Linder's acting is refined. The title is „catchy“, and it should attract picture-patrons. (Harrison's Reports, March 26th 1921)