Une représentation au cinéma
Weitere Titel: Vorstellung im Kinematograph (D, Ö)/ At the cinematograph theatre (UK) - Regie: (Louis Gasnier) - Szenario: Max Linder - Länge: 150m - s/w, teilweise viragiert - 4 UT - Interpret: Max Linder {Zuschauer} - Produktion: Pathé Frères - Katalog-Nr.: 3493/April 10 - UA: 25. März 1910 (Wien/ Graben Kino) — Weitere Auff.: 22.7.10 (Bordeaux/ Théâtre Français)
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Im vollen Theatersaale wartet gespannt das Publikum auf den Beginn der Kinematographenvorstellung. Die Vorführung beginnt mit einem Drama: Ein Ehegatte überrascht sein Weib in den Armen eines anderen, Wortwechsel, Duell, der Gatte tötet den Verführer und zum Schlusse sich selbst. - Man sieht wie alle Besucher tief gerührt über den Ausgang des Dramas, ihre Taschentücher zu den Augen führen. - Dann schüttelt sich aber das Publikum wieder vor Lachen, da eine komische Szene auf der Leinwand erscheint. Was aber im Dunkel, während der Vorstellung sich abspielt, wird uns ebenfalls offenbart; Ein junger Mann, der im Publikum sitzt, will die Bekanntschaft des neben ihm sitzenden jungen Mädchens machen. Zu diesem Zwecke stößt er mit seinen alles eher als zart gebauten Füßen nach den zarten Füßen der nebensitzenden Dame. Diese verschwindet von ihrem Platze, der junge Mann bemerkt dies jedoch nicht und wiederholt seinen Angriff. Doch wie ist der Verliebte erstaunt, auf einmal einen derben Mannesfußtritt zu erhalten!!! Nun wird ein Seestück vorgeführt! Die Besucher glauben sich in ihrer Phantasie selbst auf dem im Seesturm schwankenden Segelschiffe zu befinden!!! Da erfaßt sie die Seekrankheit und schnell verläßt einer nach dem anderen den Platz, um dem jeder echten Seekrankheit folgenden Übel mannhaft zu begegnen. (Oesterreichischer Komet, 8.4.1910)
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This exposition of what Mr. Max Linder conceives as taking place within the walls of an electric palace during the projection of pictures will doubtless prove enlightening to the uninitiated. We trust that the deeds of darkness perpetrated by the youth, who makes advances to his neighor's wife under cover of the kindly dimness, are not common. If they are, however, this exposure of such practices will doubtless put offenders to shame. The film concludes with an illustration of the realistic effect of a rough sea picture upon the audience, the result of which is to drive them all hurriedly from the building, groaning in the agonies of sea-sickness. (The Bioscope, 7.4.1910)

Szenenfoto
Erster Akt dramatische Szene - Die Trunpitz, komische Akrobaten - Und während dieser Zeit - Der Sturm auf hoher See. (Kinematographische Rundschau, 17.3.1910)