Max illusionniste
Weitere Titel: Max als Zauberkünstler (D, Ö)/ Max as a Conjurer (UK) - Regie: Max Linder - Szenario: Max Linder - Länge: 220m - s/w - Interpreten: Max Linder; Cécile Guyon - Produktion: Pathé Frères - Katalog-Nr.: 6397/Jan.14 - UA: 12. Dezember 1913 (Berlin/U.T.-Unter den Linden) — Weitere Auff.: 20.2.14 (Paris/Omnia Pathé)
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Max breitet seine Tätigkeit immer mehr aus: nun ist er auch zu den Zauberkünstlern übergegangen und gibt Vorstellungen. Wir brauchen wohl nicht zu bemerken, daß unter den Zuschauern das schöne Geschlecht sehr stark vertreten ist. Zuerst läßt der Tausendsassa Max eine Henne hintereinander ein Dutzend Eier legen, und im Anschluß daran aus jedem Ei ein Küchlein herauskriechen; hierauf zaubert er die Küchlein wieder in die Eier hinein und diese selbst in den Leib der Henne zurück! Nachdem noch einige weitere Kunststücke gefolgt sind, nimmt Max zum Schluß eine Taube und wirft sie mit folgenden Worten in den Zuschauerraum: "Ich werfe diese Taube derjenigen Dame zu, welche ihrem Gatten am wenigsten treu war!" In der nächsten Sekunde haben sämtliche Damen den Saal verlassen! Zum Schluß produziert sich Max als indischer Fakir und Schnellzeichner. (Erste Internationale Film-Zeitung, 29.11.1913)
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The marvellous magic of Max culminates in a "pigeon mystery," supposed to indicate the unfaithful spouse in his audience. A crowd of "disappearing ladies" abruptly end the séance. (The Bioscope, 25.12.1913)
• Eine Kopie des Films wird verwahrt in: bfi/National Film and Television Archive (London), Cinémathèque Québecoise (Montreal) ─ • Ein Ausschnitt des Films ist enthalten in: L'homme au chapeau de soie (Dokumentation, 1983)
Weitere Filmbeschreibungen/Kritiken:
Max gibt eine Vorstellung als Zauberkünstler, in der hauptsächlich das weibliche Geschlecht vertreten war. Nach einigen interessanten Versuchen mit einer Henne, Eiern und kleinen Kücken, verwandelt Max Wasser in Eis, wobei er von einem kleinen Zuschauer tüchtig gefrozzelt wird und schließlich erklärt er, als Clou der Vorstellung würde er derjenigen Frau, die ihrem Gatten die eheliche Treue am schlechtesten bewahrt habe, einen Blumenstrauß zuwerfen. Aber wie mit einem Zauberschlag ist das Auditorium beinahe ganz leer, so eilig flüchteten die Damen mit ihren bösen Gewissen. Nur in der ersten Reihe war eine junge Dame neben ihrem darob nicht wenig stolzen Gatten sitzen geblieben. Für uns bleibt die Frage offen, ob sie wirklich die Tugendhafteste war oder ob sie nur ganz genau wußte, daß ein Kavalier wie Max niemals einer solchen Indiskretion fähig ist. (Pathé Woche [Wien], 4. Dez.-Woche 1913)