voriger Film  <<          Filme             >>  nächster Film 

 

Mariage forcé

Weitere Titel: Maxens Hochzeit (D, Ö)/ Max's Chosen Bride (UK) - Regie: Max Linder - Szenario: Max Linder - Länge: 510m - s/w - Interpreten: Max Linder; Jacques Vandenne {Onkel Gaston} - Produktion: Pathé Frères - Katalog-Nr.: 6760/Aug.14 - UA: 17. Juli 1914 (Berlin/U.T.-Unter den Linden) — Weitere Auff.: 20.11.14 (Prag/Bio Koruna); 18.12.14 (Paris/Le Colisée)

                 ————————————————————————————————————

Max Linders neuester Triumph, den der Regisseur Pathés mit einer sonst nur bei großen Dramen verwandten Sorgfalt behandelte. Max soll, um nicht enterbt zu werden, eine von zwei Damen heiraten, er schwankt zwischen beiden, spielt den Unwiderstehlichen, doch im letzten Momente zieht es ihn immer mehr zu der anderen, bis er bei beiden in Ungunst fällt. Des Erbes wegen stellt er seinen verkleideten Diener als Braut dem Onkel vor, der von dieser Wahl so entzückt ist, daß er die Hochzeit schleunigst betreibt. Die falsche Braut weiß geschickt am Standesamt die Unterschrift zu umgehen, dann entflieht das junge Paar; die Komödie muß doch ein Ende haben. Aber Hochzeitsgäste und Onkel sind hinterher, letzterer dringt in das Brautgemach und findet im Hochzeitsbett einen Pudel. - In tollster Laune wirbelt alles vorüber, jeder Mime an seinem Platz unter tüchtiger Oberleitung und künstlerischer Oberleitung und künstlerischer operativer Assistenz; doch die Krone des Ganzen ist und bleibt Max, der Göttergleiche. Wie er sich räuspert und wie er spuckt, das hat ihm noch keiner abgeguckt; er ist einzig und allein auf der Welt, er ist eine Spezies für sich, der Kinolinder, der Herzensmax. Er ist immer der eine, er selbst und doch, diesmal scheint er sogar sich übertroffen zu haben. Soll man sich wirklich bei dieser Hitze kaputt lachen? (Lichtbild-Bühne, 4.7.1914)

                 ————————————————————————————————————

Quite content as a bachelor, Max suddenly finds himself compelled to seek a wife all through an uncle's eccentricity. Two charmers are presented, but he unfortunately makes love to both. A further "solution" of the problem leads to a comical exposure. (The Bioscope, 6.8.1914)

 

 

 

Eine Kopie des Films wird verwahrt in: Archives du Film du CNC (Bois d'Arcy) Der Film war Teil der Serie "Les Films Max Linder" (TV 1995) (-"-/Die Zwangsheirat, ca.1913, 19:50) Ein Ausschnitt des Films ist enthalten in: Le Temps de Max (TV-Dokumentation, 2000)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Filmbeschreibungen/Kritiken:

 

In „Maxens Hochzeit“ verübt der beliebteste aller Filmkomiker eine Menge Unsinn; Unwahrscheinlichkeiten sind über Unwahrscheinlichkeiten gehäuft, auch die Grundidee ist alles andere als neu – und dennoch: man muss lachen, herzlich lachen, und das ist bekanntlich die Hauptsache bei einem humoristischen Film. In zwei Akten wird uns gezeigt, wie Max seinen eigenen Diener heiratet, um von seinem soliden Onkel eine hübsche Rente zu erhalten. Wie erst die Brautwerbung bei zwei jungen Mädchen, dann die Eheschliessung mit dem verkleideten Burschen und schliesslich die Entdeckung des frommen Betrugs erfolgt, das alles strotzt von überwältigender Situationskomik und übt eine befreiende Wirkung auf die Lachmuskeln aus. Max bleibt eben Max, auch wenn er seinen Geist nicht allzusehr anstrengt. (Der Kinematograph Nr.393, 8.7.1914)