Mariage au téléphone
Weitere Titel: Telephonische Verbindung (D, Ö)/ Over the 'Phone (UK, USA) - Regie: Max Linder - Szenario: Max Linder - Länge: 245m - s/w - Interpreten: Max Linder; Stacia Napierkowska - Produktion: Pathé Frères - Katalog-Nr.: 5548/Nov.12 - UA: 8. November 1912 (Österreich, Auff. in „Grand Kinematograf Orient"/Prag am 15.11.1912)* — Weitere Auff.: 16.11.12 (Berlin/Passage Theater); 10.1.13 (Paris/Omnia Pathé)
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Von den Humoresken ist in erster Linie eine Glanzleistung Max Linders und der Napierkowska zu nennen. Die Telephonische Verbindung mit dem Hause Pathé funktioniert nicht, weil dessen Telephonistin notwendiger zu tun hat, als auf das lästige Anläuten zu reagieren; sie muß den neuesten Roman studieren. Max eilt endlich voller Wut hin, um die Lässige zur Rede zu stellen; sie ist aber so reizend, daß er gänzlich entwaffnet ist und sich sofort ein zartes Verhältnis entspinnt, dessen Fäden durch den Fernsprecher gehen. Eines Tages ladet der glühende Verehrer seine Flamme per Draht zum Souper ein; unglücklicherweise sitzt aber diesmal gerade eine Stellvertreterin am Apparat, die sich durch die unverhoffte Ehre sehr geschmeichelt fühlt. Sie kommt; Max, durch den Anblick einer häßlichen alten Jungfer schwer enttäuscht, entflieht und findet erst am andern Tage Worte, um seine Entrüstung telephonisch kundzugeben. Dies führt zu einer neuen Irrung; denn jetzt hat die Richtige wieder ihren Platz eingenommen und glaubt sich nun verraten und verkauft. Schließlich aber klärt sich die Kriegslage und die beiden werden ein glückliches Paar. (Erste Internationale Film-Zeitung, 16.11.1912)
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A Max Linder half-reel farce that is rather diverting. Max makes love to a 'phone girl, and finally telephones a dinner invitation. The wrong girl gets the invitation, and Max is horrified when he meets the wrong woman at a restaurant. But things are finally explained, and the right 'phone girl gets a ring - a real one. S. (The New York Dramatic Mirror, 26.3.1913)
*Anmerkung: Wahrscheinlich wurde dieser Film bereits ab dem 20. September 1912 als Teil einer Bühnenshow in Barcelona aufgeführt: "On jouera?... De tout, et on dansera aussi. "Pédicure par Amour", "Mariage au Téléphone", "La Danse de l'Ours", ..." (Ciné Journal, 21.9.1912). "After the moving pictures have been shown, the sheet is drawn up, disclosing the two famous artistes bowing their acknowledgments from the stage. They then proceed to act a "sketch film" or play, ..." (The Bioscope, 26.9.1912) ― [Note: The film was probably also shown during live performances given in Barcelona starting Sept. 20th 1912: "On jouera?... De tout, et on dansera aussi. "Pédicure par Amour", "Mariage au Téléphone", "La Danse de l'Ours", ..." (Ciné Journal, 21.9.1912). "After the moving pictures have been shown, the sheet is drawn up, disclosing the two famous artistes bowing their acknowledgments from the stage. They then proceed to act a "sketch film" or play, ..." (The Bioscope, Sept. 26th 1912).]
Weitere Filmbeschreibungen/Kritiken:
"Halloh, Halloh, Nr. 9749!" Nr. 9749 antwortet nicht. Max wird ungeduldig, klingelt und klingelt wieder. Schließlich wirft er wütend den Hörer auf den Tisch und begibt sich zu der Firma Pathé, um diese unaufmerksame Telephonistin, wie sie es verdient, zur Rede stellen zu können. Er tritt wütend ein: "Fräulein! Seit dreiviertel Stunden läute ich schon an und Sie antworten gar nicht; das ist doch unerhört! Ich werde mich bei Ihrem Chef beschweren!" Aber Maxes Vorsatz wird nicht ausgeführt. Er bleibt starr stehen, als er zwei wundervolle schwarze Augen, tränenverschleiert, auf sich gerichtet sieht. Auf dem Tische liegt ein Roman. Sicher ist es dieses gelbe Buch, das die Telephonistin abgehalten hat, das Telephonieren zu beantworten. Max wird sanfter: "Das Buch ist wohl sehr interessant?" "Oh ja!" Und nun beugen sich beide über das Buch, und zwar so dicht nebeneinander, daß Maxes Schnurrbart die Wange des jungen Mädchens streift. Am Telephon klingelt es ungehört. Am nächsten Morgen geht Max gleich an sein Telephon, dem er sein Glück verdankt. An dem anderen Telephon steht Susi, die schöne Telephonistin, und wartet aufgeregt auf das Anläuten. "Wie geht es Ihnen?" "Gut! Und Ihnen?" "Mir auch, danke!" Und die beiden verliebten jungen Leute senden sich Küsse durch das Telephon. Einige Tage später bestimmt Max der hübschen Telephonistin, die er als seine Braut ansieht, ein Rendez-vous. Welche Ueberraschung bereitet ihm aber das Telephon. Eine alte Jungfer antwortet auf seinen Anruf und das Rendez-vous. Max flieht wütend, und am nächsten Tage telephoniert er voller Wut: "Ich wollte Ihnen nur sagen, daß ich eher sterben würde, als ein so häßliches Mädchen, wie Sie, heirate!" Aber dieses Mal ist Susi am Apparat und empfängt diese Nachricht. Ganz in Tränen gebadet kommt sie an. Aber alles klärt sich auf und Max und Susi werden glücklich. (Pathé Woche, 3.Nov.-Woche 1912, [Erste Internationale Film-Zeitung, 9.11.1912])
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Max wishes to ring up Mr. Charles Pathé, but cannot get an answering call, and he departs in high dudgeon for Pathé's. Meantime the fair operator at Pathé's, absorbed in a thrilling love romance, is not to be aroused there from by telephone bells. She hardly looks up, when Max enters and pours out a flood of angry remonstrances. When his eyes fall on the pretty face of the telephone maid, Max's tirade ends with an apologetic smile. He looks down the page she is reading, and is almost impelled to follow the example of the hero, and to kiss the cheek so near to him. The next morning Max moons around his room, longing, yet fearing, to ring up his lady-love on the telephone. She, on her part, listens eagerly for the telephone bell. Presently Max rings her up, and the lovers find some outlet for the love fever consuming them. A few days later, Max, over the 'phone, asks the fair operator to dine with him. Unfortunately, his lady-love has been replaced temporarily by an elderly spinster, and she accepts the invitation. Max is early at the rendezvous, and awaits his guest. When at last the lady enters, attired in fearful finery, Max is rendered almost hysterical. He tries to explain, but the lady will listen to nothing, neither will she let him go. With difficulty he throws her off and makes his escape. The next morning Max sends a decisive message over the 'phone - „I would rather die than marry an ugly-faced girl like you!“ This message is received by his legitimate sweetheart, and she seeks Max. Explanations disperse the cloud of misunderstanding, and the lovers are happy again. (The Bioscope, Nov. 21st 1912)