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Au secours!

Weitere Titel: Maxens Wette (Ö)/ The haunted house (UK) - Regie: Abel Gance - Szenario: Abel Gance - Kamera: Georges Specht; Emile Pierre; André Reybas - Länge: 900m - s/w - Interpreten: Max Linder; Jean Toulot {Compte de l'Estocade}; Gina Palerme {Sylvette} - Produktion: Films Abel Gance - Vertrieb: Comptoir Ciné Location Gaumont - Drehzeit: Juli 1923 - Auff.: 21. März 1924 (Prag/Sanssouci) — Weitere Auff.: 2.5.24 (Wien/ Imperial-Kino)

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Die Idee, dass einer die Wette eingeht, in einem Gespensterschloß mitternächtigem Geisterspuk Trotz bieten zu wollen, ist nicht neu. Wenn er Film, dem die Möglichkeit so vieler wirksamer Tricks zu Gebote steht, diesen Gedanken aufgreift, und einen Darsteller von den Qualitäten Max Linders mit der führenden Rolle betraut, könnte das Unternehmen immerhin außerordentlich lustig werden. In der ersten Viertelstunde sieht es denn im Geisterkastell auch wirklich so aus, als sollte es einen richtigen, tüchtigen Spaß dort geben. Sehr bald aber erlahmt die Phantasie des Regisseurs. Statt sich zu steigern, flauen die Einfälle kläglich ab und bleiben schließlich in einer Parade von Menagerieporträts und futuristischen Fratzenaufzügen ohne Sinn und Witz hilflos stecken. Max Linder tut sein Möglichstes, über die Humorlosigkeit seiner Aufgabe hinwegzutäuschen, doch gelingt ihm dies nur zum Teil. Wenn er einmal von einer der „Erscheinungen“ sagt, „wie auf der Grottenbahn!“, und zu einer anderen: „Kommst du aus dem Panoptikum oder aus Bräuschers Museum?“, so spricht er damit eine Wahrheit aus, die die gerechteste, erschöpfendste Kritik enthält: Wurstelprater! Wurstelprater – ohne Kinderlachen, ohne das Rauschen der alten Kastanienbäume, ohne die Ehrwürdigkeit seiner treuherzig-naiven Tradition. So darf der Film doch nicht kommen! Denn erst, wo der Wurstelprater zu Ende ist und seine Melodien verklingen, fängt das Kino an. ...  L-y K-y. (Neue Freie Presse, 2.5.1924)

 

 

 

Eine Kopie des Films wird verwahrt in: Archiva Nationala de Filme (Bucuresti), Pathé Television Archives (Paris), Cinemateket-Svenska Filminstitutet (Stockholm), Library of Congress (Washington), Museum of Modern Art (New York), bfi/National Film and Television Archive (London), Filmmuseum (Amsterdam) Der Film wurde veröffentlicht auf DVD "Lucrecia Borgia" (-"-, 23:00) Ein Ausschnitt des Films ist enthalten in: L'homme au chapeau de soie (Dokumentation, 1983); Le Temps de Max (TV-Dokumentation, 2000)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Filmbeschreibungen/Kritiken:

 

Max geht mit seinen Klubfreunden eine Wette ein, eine Nacht in einem Spukschlosse zu verbringen. Er kämpft tapfer gegen die erscheinenden Geistergestalten, verläßt aber in letzter Minute seinen Posten, als ihm seine Frau telephonisch von einem Überfall Mitteilung macht, dem letzten Triumph seiner Freunde, der ihn die Wette verlieren läßt. - Das Sujet ist vollständig auf Groteskkomik basierend und hat ein flottes Tempo, wie auch die Darstellung als gut anzusprechen ist. Aufmachung und Photos halten sich auf dem Durchschnitt. (Paimann's Filmlisten, 29.2.1924)